Solidarität mit dem Aufstand im Iran!

Köln: Kundgebung und Demonstration  

Samstag, 27. Juni 2009

14.00 Uhr: Demonstration vom Rudolfplatz zum Heumarkt

17.00 Uhr: Kundgebung mit anschließender Demonstration am Wallraffplatz

Seitdem die iranische Führung das Wahlergebnis zugunsten Ahmadinedschads fälschte und damit den deutlichen Wahlsieg seines Konkurrenten Moussavis vereitelte, gehen tagtäglich hunderttausende Iraner auf die Straße, um ihre Wut gegen die verhasste Führung und den Gottesstaat kundzutun. Dabei ist das Spektrum der Protestierenden vielfältig: Von Anhängern des so genannten Reformers Moussavi, der als ehemaliger Premierminister und Regierungschef ebenso Teil des Mullah-Regimes ist und für zahlreiche Bluttaten an Oppositionellen verantwortlich zeichnet, über Demokraten und Kommunisten bis hin zu einer verstreuten Anzahl von Royalisten finden sich politisch äußerst unterschiedliche Menschen zusammen, weil sie die diktatorische und mörderische Politik des Regimes gründlich satt haben. Dieses versucht, die Proteste mit Gewalt im Keim zu ersticken, was allerdings bislang noch nicht geglückt ist.

Die gegenwärtige Situation ist eine revolutionäre, d.h. es besteht durchaus die Möglichkeit eines Umsturzes der islamischen Ordnung. Ob das, so unwahrscheinlich es auch im Moment erscheinen mag, gelingt, hängt ganz wesentlich davon ab, ob die Mehrheit sich für revolutionäre Veränderungen ausspricht, den Schergen des Regimes nicht weicht und immer größere Teile der Städte unter seine Kontrolle bringen kann. Man braucht sich keine Illusionen machen: Es wird weitere Tote und Verletzte geben, einlenken wird das islamfaschistische Regime sicher nicht. Denn das Regime, das seit dreißig Jahren mit entfesselter Brutalität herrscht und Terror verbreitet, ist von einem religiösen Wahn getrieben, der jedes Zurückweichen vor den wirklichen oder vermeintlichen Feinden des Islam als Sünde begreift. Was wir, die außerhalb des Iran leben, tun können, ist, lautstark unsere Solidarität mit den Protesten zu bekunden und den Menschen auf Teherans oder Isfahans Straßen Mut zusprechen. Das ist weniger als wenig, aber mehr als nichts.

Das islamische Regime, so wissen auch immer mehr Iraner, ist nicht reformierbar. Es muss gestürzt werden und damit zugleich seine terroristische Politik gegen Frauen, Homosexuelle, Andersdenkende und –glaubende sowie alle anderen, die nicht so leben wollen, wie es die Tugendwächter verlangen. Nicht zu vergessen ist auch der Vernichtungsantisemitismus des Regimes, den Ahmadinedschad mit seiner Leugnung des Holocaust und seinen wiederholten Drohungen einer Auslöschung des jüdischen Staates nur offen ausgesprochen hat, der aber seit Bestehen der islamischen Republik die unhinterfragte politische Basis ist.

Deshalb fordern wir:

Nieder mit den Mullahs!

Gegen die deutsche, europäische und sonstige Partnerschaft mit dem islamischen Regime!

 

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