Jüdischer Widerstand im Ghetto von Minsk während des Zweiten Weltkriegs (Vortrag eines Zeitzeugens: Felix Lipski)

April 26, 2009
7. Mai 2009 || 18.00 Uhr || Ort: Ruhr-Uni Bochum; Hörsaal HGA 30

Minsk, die Hauptstadt Weißrußlands, wurde am 28. Juni 1941, sechs Tage nach dem Beginn des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion, von der Wehrmacht erobert. Anfang Juli wurden 1050 jüdische Intellektuelle erschossen, wenig später der Befehl zur Errichtung des Ghettos erlassen. Es umfaßte 40 Straßen und Gassen der Altstadt, die mit Stacheldraht umzäunt wurden, hauptsächlich alte Holzhäuser. Seine Ausdehnung betrug anfangs kaum zwei Quadratkilometer, trotzdem wurden über achtzigtausend Juden hineingepreßt. Im August 1941, während dreier Razzien, wurden 5000 Männer zwischen 16 und 50 Jahren erschossen; die Überlebenden zur Zwangsarbeit verpflichtet. Im Verlauf dieser “ Aktionen”, die die SS durchführte, wurden zwischen November 1941 und Oktober 1943 über 100000 Juden erschossen oder in Gaswagen umgebracht. Zwischen November 1941 und Oktober 1942 wurden über 35000 Juden aus Deutschland, Österreich und aus dem Protektorat Böhmen und Mähren nach Minsk deportiert. Im Winter 1941 wurden 7000 Juden aus Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Berlin, Brünn, Bremen und Wien in einem mit Stacheldraht abgeteilten Bereich des Minsker Ghettos untergebracht. Die meisten Transporte wurden gleich in das KZ Trostenez gebracht und dort ermordet; nur ca. 40 deutsche Juden blieben am Leben. Im August 1941 bildete sich die erste Untergrundorganisation. Den Rest des Beitrags lesen »

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Dokumentation der auf der Demo gehaltenen Reden

Januar 27, 2009

1. Begrüßungsrede (Pro-Israel-Bündnis Bochum)

  

Wir begrüßen Sie und Euch alle recht herzlich auf unserer Veranstaltung. Unsere Demonstration steht unter dem Motto: „Gegen jeden Antizionismus – Solidarität mit Israel!“. Die Ereignisse der letzten Wochen haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist für Israel einzustehen. Propalästinensische Demonstrationen entpuppten sich – wenig überraschend – als Hassmärsche gegen Juden.  Wir freuen uns daher, dass Sie alle hier mit uns ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus und Antizionismus setzten wollen. In diesem Sinne sagen wir: Kampf der antisemitischen Internationelen, Solidarität mit Israel!

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Januar 25, 2009

Liebe Freundinnen und Freunde Israels,

 

erfreut können wir festhalten, dass die Demo als voller Erfolg angesehen werden kann! Sicherlich, die geschätzten 200 Teilnehmer, die sich gegen 14.00 Uhr gegenüber vom Hauptbahnhof in Bochum zusammengefunden hatten, konnten mit den von antisemitischen Ressentiments durchsetzten Pro-Palästina Demos quantitativ nicht ansatzweise gleichziehen. Aber in Zeiten, in denen Freunde Israels mehr als rar sind (war es jemals anders?), kann man durchaus zufrieden mit dem Ergebnis sein.

 

Die Teilnehmer der Demo waren vorwiegend Mitglieder der jüdischen Gemeinde Bochum (vielen Dank für ihr Erscheinen trotz des Sabbats) zum einen, und zum anderen Vertreter diverser Antifa-Gruppen aus unterschiedlichen Städten im Ruhrgebiet und darüber hinaus. Zudem fanden sich weitere Freundinnen und Freunde Israels ein, die wohl aus verschiedensten Gründen ihre Israelsolidarität zum Ausdruck brachten. Wir danken allen für die Teilnahme!

Insbesondere danken wir an dieser Stelle dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde in Bochum, Rabbi Grigory Rabinovich, für die sehr schöne Rede am Rathausplatz. Des Weiteren allen Antifagruppen, die unseren Aufruf verlinkt haben, und insbesondere denen, die tatkräftig vor Ort ausgeholfen haben.

 

In den nächsten Tagen werden wir einen ausführlicheren Demo-Bericht und die gehaltenen Reden nachreichen. Vorab schon mal einige Bilder vom Demonstrationszug und den Bericht aus der WAZ. Wenn sie weitere Presseartikel über die Demo entdeckt haben, teilen sie dies doch bitte mit (Kontakt: proisrael@safe-mail.net), damit wir einen Pressespiegel erstellen können.

 

 

Es bedankt sich nochmals für das Kommen

 

Jonas Schrader vom Pro-Israel-Bündnis Bochum

 

 

Bilder der Demo „Gegen jeden Antizionismus – Solidarität mit Israel“ vom 24.01.09:

 

(Auf Wunsch einiger Teilnehmer sind die Gesichter unkenntlich gemacht worden)

 

  Demo1

 

 

Demo2

 

 

Demo 3

 

 Pressebericht aus der WAZ:

 

Friedliche Demonstration für Israel in

Bochum

 

Bochum. „Hamas zerschlagen, Frieden wahren”: Mit derlei Sprechchören und blauweiße israelische Fahnen schwenkend zogen etwa 150 Demonstranten durch die Bochumer Innenstadt, um vor dem Hintergrund des Konflikts um den Gaza-Streifen ein Zeichen für die „Solidarität für Israel” zu setzen.

Es waren auch ein paar schwarzrote Fahnen der Antifaschistischen Aktion darunter und ein einsames US-Fähnlein. Aufgerufen zur Kundgebung hatte das „Pro-Israel-Bündnis Bochum”, das nach Worten von Mitglied Jonas Schrader überwiegend aus Studenten der Ruhr-Universität bestehe. Doch gekommen waren auch andere, etwa die Hälfte des Demonstrationszuges bestand aus Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde Bochum. Eine Frau aus ihren Reihen beschwert sich: „Israel kommt in den deutschen Medien viel zu schlecht weg.”

Gegen 14.15 Uhr kommt der Aufmarsch auf dem Kurt Schumacher-Platz vor dem Hauptbahnhof allmählich in Gang. Über einen Internet-Blog habe sie von dem Treffpunkt erfahren, erzählt eine junge Studentin der Kunstgeschichte: „Ich bin gekommen, weil ich das wichtig finde, gegen Antisemitismus öffentlich zu demonstrieren.” Auch wolle sie zeigen, dass sie sich von propalästinensischen Demos wie ein Woche zuvor in Bochum und Duisburg nicht einschüchtern lasse.

Auf einem Transparent steht das Tagesmotto: „Gegen jeden Antizionismus – Solidarität mit Israel”. Plakate ergänzen die Botschaft mit Sprüchen wie „Stoppt Hamas-Terror”. Flugblätter werden verteilt. Darin steht geschrieben, Israel sei durch „permanenten Raketenbeschuss der Hamas” provoziert worden und habe als „souveräner Staat auf einen Gegenschlag nicht mehr verzichten” können. „Die Hamas hat versucht, Israel als Monster erscheinen zu lassen,” sagt ein junger Mann bei einer kleinen Ansprache.

Zwischenstopp auf dem Willy Brandt-Platz

Begleitet von diversen Polizeiwagen setzt sich der Zug in Bewegung, über die Huestraße, über den Dr. Ruer-Platz und durch die Grabenstraße. Dann geht es über den Bongard-Boulevard zum Willy Brandt-Platz am Rathaus. Stumm schauen sich die Passanten das Geschehen an, kein Protest, kein Beifall. Einige stecken angereichte Flugblätter ein, andere sagen abwehrend „Nein danke”. Doch dann ein Zwischenfall, den die Polizei so sieht: „Eine arabisch wirkende Person skandierte antiisralische Parolen.” Die Beamten stellen seine Personalien fest, er bekommt eine Strafanzeige.

Auf dem Rückweg zum Bahnhof wieder Sprechchöre: „Daraus machen wir kein Hehl – Solidarität mit Israel.” Es ist 15.40 Uhr, die Fahnen werden wieder eingerollt.

Januar 22, 2009

Image

Gegen jeden Antizionismus – Solidarität mit Israel!

Januar 15, 2009

Das Pro-Israel-Bündnis Bochum ruft zur Demonstration auf:

24.01.2009 || 14 Uhr || Massenberstraße (Hauptbahnhof)

Gegen jeden Antizionismus – Solidarität mit Israel!

Hoch – schon zu hoch – ist die Toleranzgrenze Israels gegenüber dem permanenten Raketenbeschuss der Hamas gewesen. Seit dem 27. Dezember vergangenen Jahres ist dies passé, als souveräner Staat konnte Israel auf einen Gegenschlag nicht mehr verzichten. Gegen die zu erwartende Kritik insbesondere aus Europa und dem arabischen Raum, nach der Israel den Vernichtungskrieg gegen seine Bürger scheinbar mit stoischer Gelassenheit hinnehmen soll, musste die Operation Gegossenes Blei begonnen werden. Was bleibt anderes noch übrig, wenn die Hamas vereinbarte Waffenruhen missachtet und an einem erneuten Versuch temporärer Friedensschaffung nicht einmal mehr pro forma Interesse zeigt. Den Rest des Beitrags lesen »